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Stralsunder Schützen-Compagnie 1451 e.V.

Die Stralsunder Schützen-Compagnie 1451 e.V. führt die Tradition der Stralsunder Schützen-Compagnie weiter. Wie im § 2 unserer Satzung zu lesen ist: "Der Verein verfolgt das Ziel, die Tradition der Schützen Compagnie zu wahren und zu pflegen, fortzuführen und den Schießport nach den Regeln der übergeordneten Fachverbände in Verbindung mit einem geselligen Vereinsleben zu betreiben.“


Mit der offiziellen Wiedergründung und der Eintragung im Vereinsregister ist der traditionsreiche Name der Stralsunder Schützencompagnie, der bis in das Jahr 1451 und weiter zurückreicht, wieder zu neuem Leben erweckt. Wir wollen Geschichte lebendig gestalten und Vergessenes wieder in Erinnerung rufen. Dazu zählt auch die Traditionspflege für den großen Patrioten Ferdinand von Schill.

"Am 31. Mai 1859, dem 50. Todestag Ferdinands von Schill führte die Stralsunder Schützencompagnie eine Ehrung durch. Es wurde ein Marsch zum Grabe  Ferdinand von Schill durchgeführt, der vom Rathaus über die Semlower zur Fährstraße führte. Am Schillsteine, dem Ort wo Schill gefallen ist, stand eine Ehrenwache.

Von hier ging es über die Knieperstraße zur Grabstätte Ferdinands von Schill. DieSchützencompagnie stand zu beiden Seiten und einige Schillsch‘e Waffen-gefährten mit den Geistlichen standen vor dem Grab. Nach drei Ehrensalven sprachen ehemalige Waffengefährten einige Worte der Erinnerung."

Worte, gesprochen an Schills Grabe in Stralsund zur halbhundertjährigen Gedächtnisfeier seines Todes am 31. Mai 1859:

SchillWir kommen heut getreten
du tapfere Sundia,
zu wünschen und zu beten
zu beten immer da
schon wieder listen die Welschen
in weiter Welt herum
zu verkehren und zu fälschen
das Deutsche Evangelium

Evangelium der Treue
die beste deutsche Macht
die täglich wieder neue
und frische Herzen macht
die Macht, worauf wir stehen
und stehen ganz allein
die Macht, der in den Höhen
der Herr will Helfer sein.

Bei dir ist viel zu melden
von alter Sachsenkraft
deine Bürger waren Helden
mit Schwert und Lanzenschaft
es musste an deinen Wällen
wie stolz er lief daran
der Wallenstein zerschellen
der allgewaltige Mann.

die ritterlichen Namen
die dich als Braut gewollt
und um dich werben kamen,
die Fahnen aufgerollt
wer mag sie heute nennen
die stolze Heldenzahl
die herrlich leuchtend brennen
in deinem Wappenstrahl

viel reiche Ruhmesgarben
fuhrst weiland du dir ein
die buhlend um dich warben
schwer ließest du sie ein
zuletzt ist einer der Frommen
in böser welscher Zeit
in deine Mauern gekommen
sein Name klinge heut

Ja, als die Wucht von Schanden

den Nacken Deutschlands bog
ist einer aufgestanden
der stolz den Degen zog
als viele wie Memmen erblichen
und kuschten feig und still
ist dieser nicht ausgewichen
sein Name klingt Schill.

er ruht an deinem Strande,
Du edle Strelastadt
ungewollt im Vaterlande
ist glücklich der Zeiten Rad
über dem die Welschen riefen
Verscharrt ihn wie einen Hund
den grüßen heut aus Herzenstiefen
die Männer am Strahlensund

Drum wollen wir fröhlich treten
heut an des Helden Gruft
und fromm für jeden beten,
der Nieder Welschland! ruft
wer nichts als deutsche Sache
und deutsche Freiheit will
ruft Nieder, welscher Drache
ruft Hoch der deutsche Schill 

Einhundert Jahre später l909 wurde ihm in Stralsund, im Park am Strelasund ein Denkmal errichtet. Dazu schrieb der Dichter Herbert Maybauer in einem Gedicht:

"Er fiel der Freiheit einst zum

Ruhm! - Magna voluisse magnum!"

Den Taten Schills als erster deutscher Patriot und dem Gedanken der Volkserhebung gegen die napoleonische Fremdherrschaft, sollte ihm ein immerwährendes Denkmal gesetzt werden.

1991 wurde festgestellt, dass die Platte auf dem Grabe verschwunden war. Durch die Mithilfe vieler Mitstreiter, unter anderen die Schillschen Husaren, konnte am 30. Mai 1999 eine Neuanfertigung der Platte auf dem Grab Ferdinands von Schill zu seinem 190. Todestag eingeweiht werden. Am 28. Mai 2000 wurde im Norddeutschen Hof ein Schillzimmer mit Dokumenten, Bildern und anderen Ausstellungsstücken festlich eröffnet.  Durch das Corps der Schillschen Offiziere Düsseldorf -Gerresheim konnten Nachbildungen von Uniformen der Schillschen Offiziere beschafft werden.