Kontakt Information
 
 

Gefecht bei Damgarten

 

Am 24. Mai 1809 erkämpften hier die Husaren unter Major Ferdinand von Schill den Übergang über die Recknitz. , die Grenze zu Schwedisch - Pommern bei Damgarten und Tribsees. In diesen Kämpfen standen dem Schillschen Korps Truppen aus Mecklenburg gegenüber, die Verbündete von Napoleon war.

Da der Weg den Schills Truppen nehmen würden, nicht bekannt war wurden Fünf Kompanien wurden nach Triebsees zur Sicherrung des Übergangs bei Bad Sülze geschickt. Sechs Kompanien wurde als Reserve nach Richtenberg und Franzburg geschickt.

1809 war ein trockener Sommer gewesen, so dass das sumpfige Gelände des Recknitztales keine Schwierigkeiten bereitet. Als natürliches Hindernis erwies sich der Fluss Recknitz.  Bereits am 20. Mai 1809 wurde zur Befestigung eine Kompanie nach Damgarten beordert.

Der französische Kommandant Stralsunds, General und Gouverneur von Schwedisch Vorpommern Candras, und seine Garnison, 900 Infanteristen und unterstützt durch 140 polnische Lanzenreiter sowie zwei Kanonen, zog Schill bereits am 21. Mai entgegen.

Die Arbeiten zur Verteidigung umfassten die Entfernung des Brückenbelages, das Aufrichten einer Brustwehr  am damgartener Ufer sowie die Instandsetzung der alten Schanze aus der Schwedenzeit.

Schills Truppen griffen auf drei Wegen an. Erstens  wurde mit Booten die Recknitz bei Pütnitz überwunden, zweitens sollte bei Freudenberg der Übergang erzwungen werden und drittens war bereits eine Abteilung Husaren in Richtung Marlow unterwegs.

Gegen 16.30 Uhr begann der Angriff auf die Stellung bei der Recknitzer Brücke. Durch Geschützfeuer wurde das Paßhaus zerstört und mit Booten gelang der Übergang an der Riknitzmündung.  Diese Gruppe griff die Streitkräfte der Franzosen in den Flanken und im Rücken an. Damit begann der Rückzug der Mecklenburger.

 Schills Streitmacht schlug den Feind in die Flucht, wobei er 600 Mann, 34 Offiziere und die beiden Kanonen sowie 4 Fahnen eroberte. Das Gefecht dauerte keine vier Stunden.

Am Abend desselben Tages waren die Schillschen Truppen bereits in Karnin. Noch an Morgen des 25. Mai ziehen die französischen Soldaten unter Trommelwirbel und Kanonensalut durch die Straßen der Stadt Stralsund, um zu feiern das Wien gefallen ist. Die in Garnison dort Verbliebenen hatten mit der Vernichtung von Schills Truppen gerechnet und waren ziemlich überrascht, als Schill die Stadt stürmte und sie alle gefangen nahm.